Freitag, Februar 24, 2006

Disturbing The Peace (III/IV)

Die Gedanken zertrümmerten sein Bewusstsein. Wie ein Blizzard stoben sie durch die Luft, wütetenden alle Konzentration aus ihm heraus. Der Schweiß trat ihm auf die Stirn. Er suchte einen klaren Gedanken, doch abermals stürzte alles auf ihn ein. Impressionen. Bilder, Worte. Sie suchten ihn heim. Sie wollten ihn mahnen. Sie wollten ihn abhalten. So kam es ihm vor. 31 Jahre im Zeitraffer; immer wieder und wieder.
Wie aus einer anderen Welt hörte er die Worte.
"Bist du soweit?"
Er atmete durch
"Abdul. Bist du soweit?"
" Ja-ja ich- ich bin soweit."
"Ganz ruhig, du weißt was ich dir gesagt habe. Es kann nichts schiefgehen."
Abdul sah in die Augen seines Bruders.
Er sah eine feste Entschlossenheit. Der Blick kalt und manisch.Sein Bruder war streng, aber auch stolz auf ihn, das wusste er. Sie alle waren stolz auf ihn. Doch in seinem Rausch war alles banal. Alle guten Worte - alle Handschläge und Umarmungen, alles kam ihm vor wie heuchlerische Schmeicheleien.
Doch er hatte akzeptiert, und nun gab es kein Zurück.
Einmal mehr musste er an seine Mutter denken. Wie sie da lag. Durchlöchert. Mit verzerrtem Gesicht. Das Blut noch frisch.
Ein letztes Gebet.
Eine letzte Umarmung.
Ein letzter Gruß.
Dann ging er los. Kein Blick zurück. Kein Zweifel mehr. Keine Gedanken. Vollkommene Leere. Nur ein Ziel. Und der Klang seiner Schritte. Die grauenhafte Gewissheit war trivial - und die Hoffnung in seiner Hand unter der Jacke.



Disturbing The Peace (I)
Disturbing The Peace (II)

Donnerstag, Februar 23, 2006

Der Nebel lichtet sich. Der Blick wird klarer. Der Magen nicht mehr so schwer. Der Dreh ist weg.
Hinter mir 12 Stunden Gelage. Und ein paar Jahre.
Ab heute dürfen sie mich mit Recht siezen.
Und ich darf Autofahren, und noch ein paar andere Kleinigkeiten.
Viele Rechte. Viele Pflichten. Verantwortung und Anforderung. Es ist der bekannte kleine Schritt für den Menschen, ich fühle mich nicht reifer als gestern. Aber man erwartet es von mir.
Nach außen Glücklichsein. Innen etwas wie Verzagen, und Wehmut. Die Zeit läuft stetig. Ich gehe mal schlafen...

Montag, Februar 20, 2006

Status: lack of Müßiggang.

Bald aber auch wieder länger. Bald.

Samstag, Februar 18, 2006

free fall & stairs downwards








jetzt aber: weck.

Nochmal kurz nachträglich

Ärgert dich dein Auge, so reiß es dir aus,
Ärgert dich deine Hand, so hack sie ab,
Ärgert dich deine Zunge, so schneide sie heraus,
und Ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.
Heinrich H.

fertig.

PS: Bin bis Sonntagabend in Tübingen feiern. Man - Ich freu mich schon aufs Studentsein...

Freitag, Februar 17, 2006

Kritzlei der Woche

Mittwoch, Februar 15, 2006

FreiheitsPresse

Clash of Cultures - Kampf der Kulturen. Immer öfter wird in den letzten Wochen Herr Huntingtons gleichnamigen Buch zitiert. Alles deutet zu mindest auf einen großen Konflikt zwischen der abendländisch-semitischen Welt und der muslimischen Kultur hin. Vielleicht werden Historiker in 100 Jahren in den Hörssäälen darüber witzeln, wie eine harmlose Karikatur Impuls für einen solchen Streit werden konnte, doch die Schuldfrage bleibt.
Gingen die Karikaturen doch zu weit, oder nutzen die Muslime sie nur als Katalysator für ihre Vorurteile und ihren religiösen Eiffer?
Die meisten werden wohl Partei für unsere westliche Aufgeklärtheit, und damit auch die Pressefreiheit ergreifen, und Zweitere für die Ekalation verantwortlich machen. Doch ich denke genau da liegt das Problem. Wir leben in einer Hybris. Wir denken wir wären tolerant, siedeln unterbewusst aber alles andere unter uns an. Wir denken wir hätten die humanste Kultur, dabei kommen Menschenrechte & Co nicht aus innerer Erkenntnis, sondern sind extern in der Verfassung verankert und unser Wertekanon ist nicht viel mehr als die hohle Hülle des Wortes...

Natürlich ist noch ein großer Unterschied zwischen uns, und Muslimen, die ihre Töchter brutal beschneiden, oder Kinder wegen Mundraubs die Hände abhacken, doch auch wir haben keine weiße Weste.
Schlagwort: Pressefreiheit.
Momentan sind T-Shirts mit der dänischen Flagge ein Kassenschlager, und alle Lager rufen zur Verteidigung dieses glorreichen westlichen Guts auf! (Dabei erinnert mir nich nur das weiße Kreuz auf rotem Grund ganz entfernt an die Kreuzzüge...)
Nun, denn mal los - zieht blank und kämpft für die Demokratie!
Wenn ich diese Lage betrachte muss ich fast lachen.
1) Natürlich ziehen wir nicht wie der Mob durch die Straßen und zünden Dönerbuden an, aber im Geiste haben doch so einige keine Lust mehr auf Dialog, und würden lieber die direkte Konfrontation suchen. Und damit sind sie kaum besser als die vandalierenden Bazaarhändler in Teheran. Und was wollen sie dann noch verteidigen? Unseren kulturellen Vorsprung? Hmm...
2) Nagut, was wollen wir denn noch verteidigen? Achja die Pressefreiheit!
Jetzt mal echt. Wer ist so naiv und glaubt an solche Utopien?
Man stelle sich mal vor, die Karikaturen wären nicht antiislamistisch gewesen, sondern antisemitisch. Political Correctness. Da wären die dänischen Zeichner aber ebensoschnell geflogen wie der hier.
Die Tatsache, dass das jeder als verständlich empfinden würde, zeigt doch die ganze fatale Illusion der Presse- und Meinungsfreiheit.

Da ist es doch verständlich, dass sich die Muslime aufregen. Für sie schützt unsere Pseudofreiheit ihre Gegner, und diskriminiert sie selbst.
Nicht, dass das die Krawalle oder auch nur sowas rechtfertigen könnte, aber bevor wir über Nahen Osten und Islam herziehen, und versuch ihnen unsere Liberalität aufzuzwingen, sollten wir erstmal anfangen sie bei uns selbst zu suchen. Natürlich bin ich für Pressefreiheit, aber wenn schon, dann richtig! Dann besteht auch die Chance, dass die Aufklärung als authentisch und glaubwürdig empfunden werden kann. So wie wir sie jetzt vertreiben, kann sie uns kein Moslem abkaufen, und dient höchstens uns selbst als camoflagierte Scheuklappen.

Dienstag, Februar 14, 2006

Vergangenheitsbewältigung
Vergangenheitsbestätigung


Als Herr Pulsiv damals damit begann, war ich erst guten Mutes.
Damals meinte ich ernsthaft Leichen im Keller zu haben, und überlegte schon, welche der schandhaften Besitztümer denn als erstes publik zu machen wären. Doch ich hatte kaum angefangen ein paar, eher harmlosere, Scheiben auszubuddeln, da flogen einem schon ganz andere Kaliber um die Ohren. Tic Tac Toe, Tarkan Sikidim, Scooter, die Kelly Family, Dune, Rednex und ähnlich fiese Geräte drohten mir das ganze Konzept zu zerbomben. Denn ihnen hatte ich absolut nichts entgegenzusetzen, und auf einmal gab es da nichts mehr zu bewältigen - es gab keine Vergangenheit für die ich mich schämen konnte. Spätestens als sie mir meinen letzten Trumpf vor der Nase wegschnappte wusste ich, dass es aus war.
Einher mit dieser Erkenntnis ging jedoch der Gedanke an eine Notlösung (irgendwelche Lückenfüller braucht man nunmal).
Deshalb gibts das Spiel hier jetzt nurnoch umgedreht:

Sepultura - Under A Pale Grey Sky

Mit Abstand das beste Livealbum aller Zeiten! Ich glaube ich höre es seit über 3 Jahren mehr oder weniger regelmäßig, und ein Ende ist nicht in Sicht. Ohne eine Kritik schreiben zu wollen, kann ich dieses Brett nur jedem ans Herz schmettern legen, der nur ansatzweise Freund härterer Musik ist.
Und von Backstreetboys bis dort hin gekommen zu sein, enthebt mich jeglicher Schuldgefühle über musikalische Verirrungen meiner Jugend, und erfüllt mich nicht nur mit einem Pathos für dieses Werk, sondern auch mit ganz banalem Stolz.

Freitag, Februar 10, 2006

Kritzlei der Woche

Mittwoch, Februar 08, 2006

Disturbing The Peace (II/IV)

Einfach herrlich, dachte sich Martina während sie gemächlich durch die Stadt bummelte. Zur dritten Stunde Schule aus, und einen Sommertag wie aus dem Bilderbuch noch fast ganz vor sich. Warum gab's das nicht öfters?
Achja und es war Freitag. Endlich Wochenende. Und am Sonntag hatte sie Geburtstag. Das würde ein toller Abend werden, morgen.
Sie hatte die ganze Clique und noch ein paar andere Freunde einladen. 13 Leute hatten schon zugesagt. Sie würden wieder hinunter zum See gehen, ein großes Lagerfeuer machen, und ein wenig grillen. Dann brauchte man nurnoch etwas zu Trinken, und eben die richtigen Leute, und es konnte nichts mehr schiefgehen. Sie würden ordentlich reinfeiern in ihren 16., Ein Kumpel hatte sogar ein bisschen Feuerwerk organisieren können!
Morgen wollte sie erstmal mit Tim, ihrem großen Bruder einkaufen gehen.
Martina konnte die Einkaufsliste lückenlos auswendig, und sie konnte sich auch lebhaft vorstellen, wie die Verkäuferin ihren kaum 18-jährigen Bruder anschauen würde, wenn er das Laufband mit Hochprozentigem vollpackte... von den 3 Kästen Bier mal abgesehen. Zum Glück machte ihr Bruder das alles für sie. Normalerweise verlangte er als Entlohnung, alle Reste vom Abend zu bekommen, aber dieses Mal hatte er in Anbetracht des Geburtstages, großzügigerweise darauf verzichtet. Wie auch immer - es würde mit Sicherheit ein geiler Abend werden.
Doch nun musste sie sich erstmal beeilen. Sie hatte sich um 11Uhr mit ein paar Freundinnen verabredet, ich Cafe an der Promenade. Danach wollten sie dann ins Strandbad, um dort den Rest des Tages gediegen zu entspannen. Sie musste nur noch schnell Shishatabak und Kohle kaufen.
Die Altstadt war voll mit Leuten, die die Kramläden und Second Hand nach Brauchbarem durchstöberten, und Touristen die sich aber damit begnügten die alten Fachwerkhäuser zu bestaunen. Martina kam nur mühsam vorwärts, und war froh, als sie den kleinen Laden des Arabers betrat. Schön kühl hier im Schatten, und dieser herrliche orientalische Duft. Sie kam gerne her, allein schon weil sie diese ganz andere Kultur und die Mentalität der Leute unheimlich erfrischend fand.
"Ah, Hallo Martina!" sagte die Frau hinter der Kasse in einwandfreiem Deutsch. Sie war etwa 50, und trug traditionell ihr Kopftuch, und ein weites Kleid. Martina wusste, dass sie das aus freiem Willen tat; sie und ihr Mann waren aufgeklärte Menschen, und entsprachen nicht den Klischees und Vorurteilen die viele von Moslems haben.
"Hallo Abaya!" antwortete Martina.
"Was darfs denn sein?"
"Hmm, ich brauche Shishatabak, und Kohle. Hast du vielleicht Kirsche und Minze da?"
"Moment, ich schaue einmal"
Abaya kramte unter dem Ladentische herum, und holte einen Stapel Tabakpakete hervor. nach kurzem suchen, sagte sie:
"Ja, du scheinst Glück zu haben. Ich habe beides da. Willst du die Großen, oder die Kleinen Packungen?"
"Die Kleinen reichen."
Abaya nahm eine kleine Plastiktüte, und tat eine Rolle Kohlen und den Tabak hinein.
"Das macht dann 13 Euro"
Martina bezahlte passend.
"Schukran, viel Spass damit"
"Danke, werde ich haben. Bis nächstes Mal."
Martina ging wieder hinaus auf die Straße, und sah auf die Uhr des weithin sichtbaren Kirchturms. Kurz vor 11 Uhr.
Dann komme ich sogar noch pünktlich, dachte sich Martina, steckte sich einen Ohrstöpsel ins rechte Ohr, und machte den mp3-Player an. The Hair Soundtrack - Let the Sunshine. Summend lief sie los, in Gedanken schon im Wochenende...


Disturbing The Peace (I)

Dienstag, Februar 07, 2006

Wo wir schon dabei sind...

...,Herr Eigenart meint schlechte Religionswitze seien vonnöten.
Ich meine, da hat er durchaus Recht.
Hier mein Beitrag:

Hab ich jetzt das Recht auf einen Waffenschein?

Samstag, Februar 04, 2006

Wenn die Hand zur Faust wird ...

Klischeetypischer Pseudogangster mit unstillbarem Mitteilungsbedürfnis.
Leute schaut, ich höre diese Mucke. Ganz schön tight, wa?
Hohle und kratzige 0815-Beats rauschen irgendwo links von mir.
"Hey du, kannst du mal bitte aufhören Musik über dein Handy zu hören? Das ist akkustische Vergewaltigung!"
"Mach mal easy, alter."
"Mach den Scheiß aus!"
Er gibt nach; ist ja auch erst 13. Höchstens.

Grassiert dieser bekackte Trend bundesweit?

Ich liebe

Mettbrötchen mit Zwieböln

Freitag, Februar 03, 2006

Kritzlei der Woche

fia

Jetzt hat mich doch mal ein Stöckchen getroffen. Voll annen Kopp. Ich drehe mich um, und sehe verschwommen wie Herr Bloggsberg lachend wegrennt. Na denn will ich mal:

Vier Jobs in meinem Leben
Schüler (hauptberuflich, noch)
Aufsichtspersonal hier
Nachhilfe an Grund-/Hauptschule
Musik auflegen an Fasnacht

Vier Filme, die ich immer wieder sehen kann
Apocalypse Now Redux
The Big Lebowski
Der Pate I-III
Easy Rider

Vier Orte, an denen ich gelebt habe
Stuttgart
Leonberg
Uhldingen
meine Mudder

Vier TV-Serien, die ich sehr gern sehe
Simpsons
Stromberg
South Park
Scrubs
(SSSS)

Vier Orte, an denen ich Urlaub gemacht habe
Ägypten
Ägypten
Ägypten
England

Vier meiner Lieblingsgerichte
Mett mit Zwiebeln auf Weißbrot
Raclette
Käsefondue
selbstgemachte Burger

Vier Webseiten, die ich täglich besuche
Blogger
Telepolis
Spiegel.de
C:\Pr0ns\laut.de


Vier Orte, wo ich jetzt lieber wäre
irgendwo
im
urlaub
vermutlich

Vier Blogger, die das mitmachen sollen
Texasjim
Die kleine Anja
sabbeljan
Taugenichts

Und Schtüss

Donnerstag, Februar 02, 2006

Disturbing The Peace (I/IV)

Tankreds Finger stockten in der Bewegung. So ein Zufall konnte es doch nicht geben. unmöglich; das musste ein Irrtum sein.
Der Tag war sonst bisher überaus durchschnittlich gewesen. Er war morgens um halb 10 aufgestanden, hatte sich gründlich gewaschen und sich die grob über den Stuhl geworfene Cordhose und das hellgelbe Polohemd vom Vortag übergestreift. Sein Magen hatte schon beim Rasieren Nahrungsansprüche gemeldet, doch er würde warten müssen. So wie jeden Freitag. Seit den letzten fünf Wochen zumindest. Seit Lena weg war, pflegte Tankred es immer im Cafe ein paar Straßen weiter zu frühstücken, und er mochte diese Angewohnheit. Ein Blick aus dem Fenster in einen sonnengefluteten, blauen Himmel verriet ihm, dass er heute weder Pulli noch Jacke brauchen würde. Für einen Exhibitionisten wie ihn eine durchaus wichtige Tatsache. Er nahm die Laptoptasche, stopfte die Tageszeitung hinein, und verließ das Haus.

Nicht viel später saß er an der Seepromenade im Cafe vor seinem französischen Frühstück. Er ließ sich von der frühsommerlichen Vormittagsathmosphäre berieseln, und atmete die frische Seeluft in tiefen Zügen ein. Abwechselnd beobachtete er interessiert die zielsicher über den Platz eilenden Leute oder schrieb am Laptop an seinem Roman weiter. Ein gediegener Freitag, ganz gemächlich, langsam, ohne Hektik, ohne Zeitdruck, ohne Stress - so hatte er es am liebsten. Er schwebte über dem wuseligen Treiben der Welt, und beobachtete es von außen, von weit oben. Ein zufriedenes Lächeln umspielte seine Lippen.
Schreiben konnte er so am besten. Die Sprache sprudelte nur so aus ihm heraus, und verwandelte seine Gedanken in vollendete, phantasiestimulierende Sätze. Er hatte auch diesen Satz bereits fertiggedacht, und schaute schon gedankenversunken auf, während seine Finger noch zielsicher über die Tastatur flogen. Da sah er ihn.

Später fragte er sich, ob er ihn von sich aus angesprochen hätte, doch die Möglichkeit bekam er garnicht erst. Der Mann hatte ihn entdeckt. Er blieb stehen, blinzelte ungläubig, und kam anfangs zögerlich, dann aber zunehmends sicherer auf ihn zu.
"Das ist ja ein Zufall - Tankred? " fragte der Mann.
"Peter! Mensch, das gibts doch nicht!" Tankred konnte es kaum glauben.
"Die Welt scheint doch zu klein zu sein."
"Du sagst es, und, wie geht's dir? Wie kommst du hier her?"
"Gutgut, mir geht's spitze. Bin hier nur zu Besuch. Quasi im Urlaub" sagte Peter während er neben seinem alten Schulfreund Platz nahm.
"Schönschön. Was machst du denn so?"
"Ich bin Fotograph. Selbstständig. Nicht besonders einträglich, aber es macht mir Freude, und reicht völlig aus.
Außerdem - wer weiß, vielleicht kommt ja noch der große Durchbruch..."
Tjaja. Der große Druchbruch. Sowas bräucht ich auch mal, dachte sich Tankred, und musterte Peter.
Er hatte ein bisschen was von einem Safaritouristen. Kurze Bermudas, in die er sein T-Shirt grob reingestopft hatte. Darüber trug er ein offenes Hemd, dass im Wind flatterte, sodass man fürchten musste, es flöge gleich weg. Peter war beneidenswert braungebrannt, und trug eine modische Sonnenbrille, die er jetzt aber auf die Stirn hochgeschoben hatte, und seine halblangen, lockigen Haare flatterten mit dem Hemd um die Wette.
"In welche Richtung geht's denn bei dir? Erzähl mal, was treibst du so?" fragte Peter
"Momentan versuche ich mich ein wenig als Autor."
"Oh. Nicht schlecht."
"Ja, doch - Ich bin ganz zufrieden. Aber ohne meine Frau wäre das Geld doch recht knapp."
"Soso, also auch vermählt? Wie lang denn schon?"
"4 Jahre sind es jetzt."
"Und wie läuft es?"
"Toll, ich hab das Gefühl das hält für ewig. Wir lieben uns wirklich. Lena heißt sie, aber sie ist momentan leider in Australien bei ihrer Mutter. Der geht es momentan nicht so gut. "
"Hmm, was Ernstes?"
"Ja, aber sie ist mittlerweile wieder auf dem Damm. Lena kommt in 3 Tagen zurück."
"Das freut mich. Ich bin auch glücklich verheiratet. Es könnte mir nicht besser gehen als jetzt."
"Schön zu hören! Und wo ist die Gute jetzt?" fragte Tankred
"Christina. Oh sie ist vermutlich da wo ich auch wäre, wenn ich dich nicht getroffen hätte. Sie war in der Stadt einkaufen, während ich ein geschäftliches Gespräch hatte. Wir wollten uns etwa jetzt treffen."
"Achso. Naja ich will dich nicht aufhalten..."
"Ach Quatsch. Mensch, es gibt so viel zu erzählen. Warte einen Moment, ich rufe sie kurz an."
Das könnte ein richtig schöner Tag werden, dachte Tankred, und bestellte noch einen Kaffee...

to be continued

Mittwoch, Februar 01, 2006

Besucherritze

Ich fühle mich geehrt: Als Gewinner des Dienstagstexterwettbewerbs darf ich nun heute am Rohrkrieg teilnehmen. Und bei der Wahl der Waffen fiel mir dieses Sprichwort ein: "Die Feder ist mächtiger als das Schwert." Und leichtgläubig tapfer wie ich bin, legte ich den alten Holzprügel zurück in die Spielzeugkiste und machte mich ans Werk. Heraus kam:

Das Märchen vom dicken, fetten Mettbrötchen
(etwaige Ähnlichkeiten mit anderen Märchen sind wenn, dann rein zufällig)

Es war einmal ein alter Rohrblogger, welcher gern ein Mettbrötchen essen wollte. Er kaufte sich ein Brötchen, beschmierte es dick mit rosig-rotem Mett und streute ein paar Zwiebelstückchen darüber.

Als das dicke, fette Mettbrötchen fertig war, und der Rohrblogger gerade herzhaft hineinbeißen wollte, hüpfte es jedoch vom Brotteller und lief dem hungrigen Blogger weg und lief immerzu und lief palipper, palipper ins Internet hinein.

Da begegnete ihm ein Taugenichts, der rief: "Dickes, fettes Mettbrötchen, bleib stehn, ich will dich fressen!" Das Mettbrötchen antwortete: "Ich bin einem alten Rohrblogger weggelaufen, und soll dir Taugenichts nicht entwischen?" und lief palipper, palipper ins Internet hinein.

Da kam eine Kleine Anja angelaufen und rief: "Dickes, fettes Mettbrötchen, bleib stehn, ich will dich fressen!" Das Mettbrötchen antwortete: "Ich bin einem alten Rohrblogger weggelaufen und einem Taugenichts, und soll dir Anja Manja nicht entwischen?" und lief palipper, palipper ins Internet hinein.

Da kam ein Sir Dregan herzugesprungen und rief: "Dickes, fettes Mettbrötchen, bleib stehn, ich will dich fressen!" Das Mettbrötchen antwortete: "Ich bin einem alten Rohrblogger weggelaufen, einem Taugenichts, Anja Manja und soll dir Dregan Reagan nicht entwischen?" und lief palipper, palipper ins Internet hinein.

Da kam ein Flensblog herbeigerannt und rief: "Dickes, fettes Mettbrötchen, bleib stehn, ich will dich fressen!" Das Mettbrötchen antwortete: "Ich bin einem alten Rohrblogger weggelaufen, einem Taugenichts, Anja Manja, Dregan Reagan und soll dir Flensblog Schlenzbock nicht entwischen?" und lief palipper, palipper ins Internet hinein.

Da kam etwas Wirres dahergefegt und rief: "Dickes, fettes Mettbrötchen, bleib stehn, ich will dich fressen!" Das Mettbrötchen antwortete: "Ich bin einem alten Rohrblogger weggelaufen, einem Taugenichts, Anja Manja, Dregan Reagan, Flensblog Schlenzbock, und soll dir Wirres Kirres nicht entwischen?" und lief palipper, palipper ins Internet hinein.

Da kamen drei Blogleser daher, die langweilten sich so sehr und waren hungrig und sprachen: "Liebes Mettbrötchen, bleib stehen! Wir haben noch nichts gegessen den ganzen Tag!" Da sprang das dicke, fette Mettbrötchen den Bloglesern vom Bildschirm und ließ sich von ihnen essen.

Das Mettbrötchen stieß im Todeskampf markerschütternde Schreie aus, und das Blut, das literweise umherspritzte und die Blogleser von oben bis unten besudelte, reichte sogar noch für ein splattermäßiges

Ende

Bloggsberg