Mittwoch, Dezember 21, 2005

Ab heute Winter

Kalt und nass, so ist der Winter
Kurz und fad so sind seine Tag
Die Fenster, sie frieren, wir harren dahinter
Im Warmen ists leicht, doch die Seele verzagt

Still in sich ruhend, trotzt ihm das Land
ihm und all dieser schneeweißen Schwere
Der Mensch ist dazu nicht immer im Stand
Der Winter ist Sehnsucht, der Seele die Fähre

Und wo man im Sommer gemeinsam gefeiert
spaziert man im Winter allein durch den Schnee
Wo damals noch in die Blumen gereiert
Nur graubrauner Matsch in den Schuhen klebt

Doch wäre das Wetter nur besser gewesen
Und hätte die Sonne all' Feste bestrahlt
Kein Mensch hätte Freud an so einseitgem Leben
Der Winter den Sommer zu selbgem erst macht

Denn wenn er wie alles sein Ende hat
Und Gaia den Schnee wagt zu brechen
Dann freut man sich an einer Blume so satt
die man 6 Monat' zuvor sonst zertreten gehabt

Das ist des Winters Rache
für die Seel die nur schlecht an ihn dachte.

1 Comments:

At 23/12/05 16:52, Blogger die-kleine-anja said...

wunderbar. ganz wunderbar.
ich hab aber immer nur gut über den winter gedacht. ehrlich.

 

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