Freitag, Oktober 14, 2005

Der Freund und Helfer

Das waren noch Zeiten. Das müssen Zeiten gewesen sein.

Ich habe mein bisher unbegründetes, instinktives Vertrauen in die Polizei durch den Brief, den ich soeben erhielt, verloren.
Ich will es kurz machen:

Anfang August hat ein Trojaner auf meinem (eigentlich gut geschützten) PC die Kennnummer sowie PIN und TAN gesammelt und damit eine Überweisung in Höhe von 700€ auf das Konto von Herrn Arschloch* getätigt.
Bemerkt habe ich das erst einige Wochen später.

Ich bin gleich zur Bank, und am nächsten Tag zur Polizei:
-> Das Konto von Herrn Arschloch wurde gesperrt
-> Es wurde Anzeige gegen Herrn Arschloch erstattet

- 1 Woche darauf erfuhr ich, das Herr Arschloch zufällig ein hier stationierter G.I. ist.
Der Fall war an die Polizei in Paderborn weitergegeben worden.
- 3 weitere Wochen später wurde das Geld zurücküberwiesen, die Ermittlungen liefen jedoch noch.
- Heute, etwa 2 Monate später, bekomme ich nun einen Brief der Staatsanwaltschaft, der besagt, dass das Verfahren eingestellt worden sei mit folgender Begründung:



Die Ermittlungen haben Folgendes ergeben:
Unbekannte Täter haben mittels eines auf ihrem Rechner angelegten Trojanerprogramms bei der Ausführung einer Oneline-Überweisung die Kennung, die Zugangs-PIN und eine TAN
gesammelt, sich damit bei ihrer Bank eingeloggt und eine Überweisung auf
das Konto des Beschuldigten ausgeführt.
Zuvor hatten die Haupttäter im Internet Kontakt zu dem Beschuldigten, der
sich - unwiderlegt gutgläubig - bereit erklärte gegen eine geringe
Provision den eingehenden Betrag an den Haupttäter zu transferieren.

-> kein Kommentar grrr



*Name geändert

2 Comments:

At 16/10/05 20:48, Blogger flensman said...

frechheit, man sollte sich den typen mal persönlich vorknöpfen...

 
At 16/10/05 21:57, Blogger Rohrkrieg said...

tja die gute alte Selbstjustiz.
Wenn ich ein Auta hab vielleicht ;)

 

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