Dienstag, Oktober 10, 2006

Herr Mock...

...hat's zu was gebracht. Welch ein Charisma!

zum Rap

Dienstag, September 19, 2006

Kritzlei der Woche recurrent trash & output

Teil I: Assoziationen Mumbai

Das jene alles umhüllende dumpfe Smogwolke etwas noch veheerenderes als sie selbst enthalten konnte, mit Ausmaßen die sich nicht nur in geo- und demographischen Maßstäben messen lassen, und dem Charakter eines kindischen Chaoten der doch irgendwie mit allen Wassern gewaschen ist, hätte ich ihr aus der Höhe noch nicht zugetraut.
Doch selbst unten, in dem Moment des durch die Straßen fahrens sind es zunächst nur triviale Dinge die ich registriere. Es stinkt. Müll, Menschen, beides haufenweise, sind wie Mahnmale des Karnickelsymptoms am Straßenrand verteilt, umgeben von halbhochgezogenen Betonbauten, deren trostloses grau von noch viel trostloserem dunklen Moder überzogen im trostlosen Monsumregen ein geradezues Trostvakuum bildet. UndZACK knallt man wieder mit dem Kopf an die Autodecke. Die Straße hat schon wieder aufgehört zu existieren, und der Wagen rumpelt durch ein Feld aus Schlaglöchern. Man betrachtet die verdammt niedrige Wagedecke und stellt sich die rhetorische Frage: Warum? Doch schon werden Blick und Verstand von einer Riksha auf Backbord abgelenkt. Nach flinkem Zählen komme ich auf 13 Personen. Gedacht ist das Gefährt für drei... Und dabei schaut die betroffene Großfamilie als wäre es das normalste der Welt.
Nächste Impression – auch hier schaut der Mann als wäre nichts los - bei ihm ist allerdings nicht zu viel vorhanden. Zwei Beine, und ca einen halben Arm sind ab. „Wenn man die Ärmsten der Welt sieht, fühlt man sich reich genug zu helfen“ sagte schon Albert Schweizer. Doch der ist der Armut wohl noch persönlich gegenübergetreten. Wir sind längst vorbei. Ich werde eh noch ein halbes dutzend davon sehen bis zu wir ankommen... Alles überrumpelt einen hier. Lauter Bilder und Eindrücke die um mein begrenztes Erinnerungskontingent kämpfen. Ich schalte ab. Denke an unseren hemischen Garten mit dem Blick auf den ruhigen Bodensee. Manchmal fliegt da ein Vogel von A nach B...

Man sieht die Slums, man sieht den Smog, man sieht Bettler, und man sitzt im Stau.
Auch nach Tagen kann ich Mumbai nichts Schönes abgewinnen.
Sie ist wie ihr Name klingt.
Aber wenn Straßen einfach nicht fertiggebaut sind, Männer ungeniert kollektiv an den Straßenrand kacken, die obligatorischen Kühe die Straße blockieren und jeder geduldig wartet, Leute sich an die Fenster der Züge hängen, statt zehn Minuten auf den Nächsten zu warten und ich in den Autos links vom Lenkrad die kleinen Lord Ganesh-altare ausmachen kann, knallebunt und mit blinkenden Lämpchen und roten Hakenkreuzen – dann hat Mumbai doch eine gewisse Faszination. Ihre unkomplizierte, naive Art passt so gar nicht zu dem Moloch den man vor sich sieht, und die daraus resultierende Ironie macht sie charmant. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass all die Menschen, die teils unsere hiesige Armutsgrenze vielleicht als Ziel in drei oder vier Leben anpeilen, immer und jederzeit gut gelaunt zu sein scheinen. Sie schuften sich zu Tode und leben im Dreck, doch sie nörgeln nicht, sondern arbeiten weiter – sie machen das Beste daraus. Für mich wie eine verdiente Backpfeife, verstörend, provozierend, doch schließlich erleuchtend. Beschämend sowieso.

Montag, September 18, 2006

Es geht wieder los

work is the curse of the drinking class

Oscar Wilde

Dienstag, August 08, 2006

Die Pizza lag schwer im Magen, ich bitte das zu entschuldigen.
Bin gerade in Bombay, wo es bekannterweise kaum Pizza gibt. Leider aber genausowenig zuverlaessiger Internet. Bericht + Bilder gibt's bei Besserung oder im Nachhinein

Samstag, Juli 08, 2006

Merke:

Morgen, 20 Uhr Pizza bestellen

Doris und die Windel

Das ist die Doris.
Doris ist Lehrerin in Stuttgart, und sie fühlt sich sehr wohl in ihrem Beruf.
Zwar hält sie der eine oder andere Schüler oder Lehrer wohl für nicht ganz dicht, aber da steht sie drüber. Nur eines hat sie, seit ihrer Konvertierung zum Islam, immer gestört. Diese Sache mit dem Kopftuch.
Das hat ihr ihre Schule nämlich, mit Hinweis darauf, untersagt zu tragen.
Aber Doris ist eine echte Kämpferin, die lässt sich zwar vorschreiben was sie auf ihrem wohlgeformten Kopf trägt, aber vom deutschen Recht lässt sie sich nicht einfach so unterdrücken.
Deshalb hat sie auch am Verwaltungsgericht Stuttgart geklagt. Und sie hat gewonnen! Sie darf jetzt mit ihrer Windel in die Schule gehen und unterrichten.
Toll! Als Konvertitin hat sie sicherlich ein erweitertes Mitteilungsbedürfnis, und sie kann ihren Schülern nun auch viel besser die Werte und Grundlagen unserer Gesellschaft erklären, wie bsw die Emanzipation und Gleichstellung der Frau, eine humanistische Weltanschauung, Aufklärung oder die Tatsache, dass unsere Gesetze nicht mal mehr das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben sind.

Donnerstag, Juni 29, 2006

Nackenknacken

Dieser Max. Seinetwegen sitze ich jetzt hier mit lädiertem Genick und Nackenmuskelkater. Aber es hat sich gelohnt. Perfekte Performance, top Setlist, sehr anständiger Sound, geile Stimmung und erste Reihe regelt sowieso.
Ein paar Impressionen vom Soulflykonzert in Lindau gibts ganz exklusiv hier.

Sonntag, Juni 25, 2006

Jetzt also sicher:
Am 6. August um 6:35 Uhr werde ich verschlafen den Flieger nach Mumbai besteigen, gefasst auf 12 Stunden Flug, gespannt auf eine 18-Millionen-Metropole, gewiss dass das eindrucksvolle Sommerferien werden. Sieben Leute 18, 19 Jahre alt, 6 Wochen Indien.
Ich freue mich auf eine vermutlich sehr anständige Villa samt Pool und Dienerschaft die stets ambitioniert ist möglichst viele Cocktails zu machen, genauso wie auf eine 10-tägige Tour ins Inland auf eigene Faust. Auf Taj Mahal im Morgengrauen. Faszinierende Natur. Auf Party in Mumbai und Delhi. Auf Sozialschock beim Blick auf den Straßenrand. Erfahrungen und Erlebnisse; und ganz triviale Dinge wie kulinariesche Horizonterweiterung und natürliche Bräune.

Zunächst aber erstmal Visum besorgen, Impfungsstress,
achja und Schule ist ja auch noch. Und noch 2 Wochen WM-Involviertsein.
Und Dienstag Soulfly-konzert.
Schluss mit Müßiggang jedenfalls

Freitag, Juni 09, 2006

Mehr Hype für mehr Hybris

7:0 (also gegen Polen)

Sonntag, Juni 04, 2006

Keine Ahnung von Kunst, die Wikianer

15.55:

Immer wieder aufschlussreich die Artikel des Tages

Donnerstag, Mai 18, 2006

Welt regieren! Aber bloß nicht irgendwo da hinfahrn...

Den Antiamerikanismus habe ich zwar schon lange überwunden, aber hin und wieder gibt es doch Dinge aus Übersee die einen zumindest schmunzeln lassen. So auch geschehen bei meinem Schüleraustausch; und das, obwohl die Aktion erst in 2 Monaten stattgefunden hätte.
Der nette Herr von den Rotariern rief nämlich wieder an und teilte mir mit, dass alle Amerikaner den Austausch abgesagt hätten. Zackbummtot. Die Gründe waren ebenso brisant wie gerechtfertigt - Sie haben Angst vor der Vogelgrippe und vor Terroranschlägen. Der Polizei im alten Europa trauen sie jedenfalls nichts zu, und überhaupt, wirklich sicher kann man nur in den USA sein...
Ich nehm's ihnen nicht übel, denn das Gute an der Sache ist, dass es zwei Ersatzaustausche gibt.
Jetzt kann ich zwischen aufstrebender Metropole bei 45°C und 95% Luftfeuchtigkeit (3 mal am Tag Kleidung wechseln) und Urlaubsgebiet mit bürgerkriegsähnliches Zuständen (und ähnlichen Temperaturen) wählen.


Bombay oder Sri Lanka?
Bombay
Sri Lanka
mach's wie die Amis
Pollhost.com


Mein Arm ist übrigens auch wieder ganz...

Donnerstag, Mai 04, 2006

Sehr anständig, Herr Petrus.

Montag, Mai 01, 2006

Iron Maiden älter als bisher vermutet

Donnerstag, April 27, 2006

Breaking the laziness

TRY 2

Freitag, April 14, 2006

the day after


gut wars